| COPD |
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| Artikel - Atmung Pathophysiologie |
| Geschrieben von: Dirk Jahnke |
| Sonntag, den 30. April 2006 um 14:43 Uhr |
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COPD - Erklärung
COPD (chronisch obstruktive pulmonal disease) chronisch : andauernd bestehend obstruktiv : Lunge überbläht - sehr dehnbar (hohe compliance) pulmo : Lunge disease : Erkrankung Durch morphologische Veränderungen,Sekret zum Beispiel von einer chronischen Bronchitis zu einem Lungenemphysem (chronisch überblähte Lunge) kommt es zu erhöhten Strömungswiderständen der Atemwege.(Resistance erhöht) Folge ist eine Überdehnung der Lunge. Die Zeit die benötigt wird die Exspiration zu beenden ist verlängert. Die Kraft die dazu benötigt wird ist bei diesem sonst passiven Vorgang erhöht. Bei der nächstes Einatmung wird ein Teil der Atemkraft dazu benötigt, den exspiratorischen Restflow aufzuhebn. Aufgrund der erhöhten Atemarbeit kann es zur Umstellung des Atemantriebes von der CO2 Steuerung zur reinen O2 Steuerung kommen. (Hypoxic drive ) Der Patient ist nicht in der Lage sich normal (pCO2) zu ventilieren – die Kraft fehlt – das pCO2 steigt – der Atemantrieb erfolgt über die chronisch bestehende Hypoxie. Es kommt zur Ausbildung einer chronischen Hyperkapnie – einer respiratorischen global Insuffizienz mit metabolisch kompensierter resp. Azidose(HCO3 erhöht , BE erhöht , pH Normbereich, pCO2 erhöht ) Wird die Hypoxie durch undifferenzierte O2 Gabe aufgehoben, sinkt der Atemantrieb und eine CO2 Narkose droht. Durch die erhöhten pulmonalen Drücke (Überblähung) kann es zur Rechtsherzbelastung mit Ausbildung eines Cor-Pulmonale kommen. Ausdruck dafür sind Anasarka,Beinödeme,Rechtsherzvergrößerung (Echo,Röntgen),erhöhter ZVD, erhöhte Leberwerte …. Neben der Medikamentösen Therapie mit ß2 Mimetika,Glycosteroiden… hat in den letzten Jahr die intermittierende Selbstbeatmung eine wichtige Position in der Therapie eingenommen. Der Patient beatmet sich mit Hilfe einer z.B. Nasenmaske und einem speziellen Respirator z.B. über Nacht kontrolliert (keine Spontanatmung). Die Muskulatur kann sich erholen. Der Patient ist belastbar, weniger infektanfällig. Die chronische Hyperkapnie kann aufgehoben werden. Auch unter Spontanatmung sieht man einen normoventilierten Patienten. Der COPD Patient wird sehr ungern intubiert da auch nach Behandlung der akuten Ursache – z.B. Pneumonie – er meist nur sehr schwer wieder vom Respirator zu trennen ist. (siehe Weaning) Weaning P.S. Das Gegenteil von obstruktiven Lungenerkrankungen sind restriktive Lungenerkrankungen. Die Lunge wird "steif" zum Beispiel durch eine Lungenfribrose. Die Lunge ist schlecht dehnbar. Also obstruktiv - viel Gas in der Lunge - restriktiv - wenig Gas in der Lunge. |

Exspiration
Auch in der Klinik darf daher die Sauerstoffgabe nicht verteufelt werden. Wie richtig erwähnt ist sie gut zu überdenken - hier hilfreich die BGA incl. Betrachtung des Verlaufes.
Zudem ist das Entblähen meiner Erfahrung nach nahezu die wichtigste Therapie, neben der extrem anspruchsvollen psychischen Betreuung, da Atemnot eine existenzielle Angst ist - wer nicht das Vertrauen des Patienten bekommt hat therapeutisch verloren.
Zudem ist bei der Inhalativen Therapie ein Augenmerk auf die effektive Wirkstoffdisposition zu legen - Nasenatmer, Mundatmer, hohe Atemlage - tiefe Atemlage.
Das Pflegen von Pat mit COB ist eine Irrsinnge Herausforderung, macht aber, wenn man Erfolge sieht, ebenso viel Spass!
Grüße .... tolle, interessante und abwechslungsreiche Seite!!!
Ganz ausgezeichnet