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NIV mit BIPAP assist Drucken
Artikel - nichtinvasive Beatmung
Geschrieben von: Dirk Jahnke   
Sonntag, den 13. August 2006 um 02:56 Uhr

Mal eine Möglichkeit der Einstellungen von BIPAP assist bei NIV.

Stellen wir uns einmal vor, wir wollen einem Patienten mit akuter respiratorischer Globalinsuffizienz im Modus BIPAP assist beatmen. Und das ganze per Maske.

Ich gehe hier nur auf die reine Respiratoreinstellung ein!

 

Der Patient könnte eine Spontanatemfrequenz von 30 haben. Die Atemmechanik wirkt schlecht. Er ist zyanotisch und sommolent.

 

Der Respirator wird vorbereitet, es handelt sich um eine Evita4 mit Maskenmodus.

Als Beatmungsform wird BIPAP assist eingestellt.

 

  1. Einstellung

 

AF 10

pinsp 15

PEEP 5

tinsp 1,0

I:E 1:5

Rampe 0

FlowTrigger bei 4l/min

Da der Patient unter diesem Modus die Maschine bei gleich bleibender Inspirationszeit antriggert wurde die Inspiration gewollt sehr kurz gewählt. Es ist anzunehmen, dass der Patient den Respirator zunächst auf 30 oder mehr Atemzüge pro Minute bringen wird. Tatsächlich haben wir also 30 mal 1 Sekunde Inspiration und je 30 mal 1 sek für die Exspiration ergibt ein I:E von 1:1 !

Der Druck wurde (für das aufsetzen der Maske) erst einmal eher niedrig gewählt. Bei einem Patienten mit einer akut infektexazerbierten COPD wird man höhere Drücke benötigen.

 

  1. Anpassung

 

Jetzt wird der Patient mit Hilfe einer FullFace Maske an den Respirator angeschlossen. Der Inspirationsdruck wird unter bereits aktiver Antriggerung des Respirators bis 20 mbar gesteigert. Jetzt wird die Beatmung beurteilt. Hilfreich sind hier die Flowkurven. Sollte die Inspirationzeit noch verkürzt werden bzw. fällt die Frequenz bereits und bietet sich eine Verlängerung an? Kommt es nicht zum Abfall der Atemfrequenz sollte der Druck weiter erhöht werden.

 

  1. Feinabstimmung

 

Hat man den Patienten abgefangen – sinkt die Atemfrequenz – Kann die Respiratorgrundfrequenz erhöht werden um nahe am tatsächlichen Bedarf zu liegen bzw. den Patienten bei Bedarf auch mehr zu ventilieren. Dabei sollte immer auch das I:E betrachtet werden.

Meist wird ein maschinelles AMV um 20l unter NIV benötigt um das pCO2 unter 50mmHG zu senken.

 

 

 

 

 

 

 

 

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