| Praxis: NIV - Praxis kontra Literatur |
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| Artikel - nichtinvasive Beatmung |
| Geschrieben von: Dirk Jahnke |
| Mittwoch, den 30. März 2011 um 11:09 Uhr |
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Ich habe heute mal einige Facharbeiten rund um das Thema
„Der Therapiedruck soll in der Angewöhnungsphase so niedrig wie möglich gehalten werden.“
Niedriger Anfangsdruck ist auch in meinen Augen wichtig. Jedoch sollte er rasch gesteigert werden. Gerade um die Gewöhnung / Toleranz zu verbessern. Rasch bedeutet in meinen Augen innerhalb der ersten Beatmungshübe. Gerade so wird Dyspnoe gemildert. Mir ist beim Lesen der Facharbeiten auch aufgefallen, dass ich in der Praxis eher selten eine Sedierung in Form von Morphin oder ähnlichem anfordere. In den meisten Fällen reicht eine rasche Entlastung der Atempumpe um Toleranz zu erzeugen.
In vielen Publikationen wird ein maximaler Spitzendruck von 20mbar angeführt. Dieser wird sich vom Ösophagusverschlussdruck, der in Rahmen einer Maskenbeatmung bei anästhesiologischen Einleitung zu beachten ist abgeleitet.
Diese Limitierung ist mir erst nach vielen Jahren erfolgreicher NIV Anwendung zu Ohren gekommen. (Wichtig : im Rahmen der NIV!) Da sich die Situation NIV und Narkoseeinleitung nicht vergleichen lässt, ist dieser Wert in meinen Augen meist mit den Augen eines Anästhesisten gewählt. In der Praxis benötigt man in der Akutphase auch mal deutlich höhere Werte. Bei infektezaxerbierter COPD mit akutem Atempumpversagen habe ich noch keinen Patienten erlebt der mit 20 mbar ausgekommen wäre. Gerade um Dyspnoe zu vermindern und somit Toleranz zu erzeugen benötige ich meist Drücke im Bereich von 25-30 mbar. Allerdings beim wachen Patienten, wenn Narkose wird ja auch intubiert!
Das wichtigste ist eine Leckage zu minimieren. Leckagekompensation ist wichtig.
Tja, die Leckagekompensation – ich versuche schon seit Jahren herauszubekommen wie dieses Feature inspiratorisch bei einer Druckunterstützung / druckkontrollierten Beatmung funktionieren soll
Leckage ist schon ein Problem. Jedoch hauptsächlich im Rahmen der
Bei guter Klinik , entsprechender Besonders hervorheben möchte ich dabei die Oxygenierung. In vielen Fällen kann man eine NIV bei guter Ventilation mit einem eher niedrigen FiO2 durchführen. Es kann passieren, dass ich eine NIV mit einem FiO2 von 0,21 durchführe. Versucht man wirklich nur einen Spo2 von > 90 zu erreichen, kann man die Ventilation sehr schön indirekt mit Hilfe des SpO2´s monitoren. Fällt der SpO2 verschlechtert sich die Ventilation. So kann man auch ein Gefühl für die tolerierbare Leckage entwickeln, um nicht jedes Mal den Patienten wecken zu müssen.
Dieser Artikel ist eine Art Brainstorming rund um NIV. Vielleicht kommt mir noch mehr in den Sinn? Werde es dann hier ergänzen. |

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