| CO2 und respiratorische Insuffizienz |
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| Artikel - nichtinvasive Beatmung |
| Geschrieben von: Dirk Jahnke |
| Sonntag, den 21. September 2008 um 11:22 Uhr |
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Möchte man die Situation der Atempumpe beurteilen, kann der arterielle pCO2 wichtige Informationen liefern. pCO2 niedrig - Atempumpe läuft auf Hochtouren pCO2 hoch - Atempumpe läuft auf Sparflamme / mögliche Erschöpfung
Grundsätzlich ist das interpretieren einer art. Ein niedriger pO2 spricht immer für eine Hypoxie. Mithilfe des pCO2 kann man eine Partial- (pCO2 normal, erniedrigt) oder eine Globalinsuffizienz (pCO2 erhöht) unterscheiden. Der pH sollte grundsätzlich bei hohem pCO2 fallen, bei niedrigem pCO2 steigen. Liegt er trotz hohem pCO2 im Normbereich liegt entweder ein chronisches respiratorisches oder eine metabolisches Problem vor. Bei einem COPD Patienten spricht in dieser Situation alles für eine metabolisch kompensierte respiratorische Azidose. Also ein chronisch erhöhtes pCO2. Niedriger pCO2 und niedriger pH sprechen für ein metabolisches Problem, der Patient atmet mehr um den pH zu heben. Aber soweit wollte ich gar nicht ausholen. Grundsätzlich kompensiert die Atmung metabolische Probleme sehr schnell. Fällt der pH z.B. im Rahmen einer Sepsis wird der Patient sofort mit mehr Ventilation sprich Abfall des pCO2 reagieren. Umgekehrt wird ein respiratorisches Problem z.B. bei einem Opiatüberhang nur langsam metabolisch Kompensiert. Bei einem akutem Atempumpversagen mit pCO2 Anstieg wird der pH also fallen. Peripher venöse BGA Gerade in einer Aufnahmesituation mit einem nur minimalversorgten respiratorisch insuffizienten Patienten gilt es rasch einen Überblick über die Funktion der Atempumpe zu bekommen. Da häufig primär ein zweiter venöser Zugang gelegt wird bietet es sich an neben einer Blutentnahme auch gleich eine BGA zu gewinnen. Was bringt uns diese BGA jedoch? Grundsätzlich ist eine peripher venöse BGA wenig spezifisch. Jedoch kann man davon ausgehen das z.B. der venöse pCO2 über dem art. pCO2 liegt und der pH niedriger als art. ist. Sieht man in dieser BGA einen pCO2 bis 60mmhg spricht alles eher für ein tolerierbares art pCO2. Bis 50 für einen art. pCO2 im Normbereich. Messe ich jedoch einen venösen pCO2 von 90 muss von einer erschöpften Atempumpe ausgegangen werden. Präzise Daten bekommt man natürlich nur aus einer art. BGA, aber um einen groben Überblick zu bekommen kann die venöse BGA hilfreich sein. Im folgendem steht pCO2 nur für den arteriellen Wert! Doch jetzt zurück zur Atmung. Was kann man mit dem pCO2 Bezug nehmend auf eine mögliche Atemhilfe/Beatmung anfangen?
Bei einem niedrigem oder normalen pCO2 im Sinne einer partial Insuffizienz bietet sich Anders beim erhöhten pCO2 im Sinne einer Globalinsuffizienz. Hier schafft die Atempumpe bei einer akuten respiratorischen Insuffizienz (pH niedrig, respiratorische Azidose) die Atemarbeit nicht. Grundsätzlich schreit eine Globalinsuffizienz nach Entlastung durch eine maschinelle Beatmung. In den letzten Jahren immer öfter per Maske anstatt nach endotrachealer Intubation. Eine Ausnahme kann das Lungenödem darstellen. Setzt man hier trotz Hyperkapnie ein CPAP System ein, kann der positive Atemwegdruck so die pulmonale Situation verbessern, dass die Atempumpe entlastet wird. Der pCO2 wird netto fallen. Allerdings kann die Situation auch in die andere Richtung kippen. Durch erhöhten Totraum kommt es zum kippen der respiratorisch Situation. Es gilt also beim Einsatz von CPAP in diesem Fall besonders in den ersten Minuten ein besonders engmaschiges Monitoring (auch klinisch) zu betreiben. Allerdings gilt eine Hyperkapnie bei Lungenödem nach den aktuellen Leitlinien zur akut NIV als Indikation für eine NIV.
Bei einer metabolischen Azidose (ph niedrig, pCO2 niedrig&hellip
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BGA
sollte man von einer Masken-CPAP Therapie Abstand nehmen. Der Patient kompensiert sein metabolisches Problem durch Steigerung der Ventilation. Durch den erhöhten Totraum wird die dafür nötige Atemarbeit erhöht. Ein positiver Effekt in Richtung Azidose ist nicht zu erwarten! Hier gilt es eine Intubation ins Auge zu fassen ,abhängig von klinischer Situation und Grundproblem.
Rampe steht aber nur für die Zeit bis der eingestellte Druck erreicht ist. Verändert den Druck also nicht. Hat eher Einfluss auf die Gasverteilung. Das ganze erscheint mir aber für die Kommentarfunktion zu umfangreich. Werde die Tage mal einen eigenen Artikel zum Thema Rampe ins Netz stellen.
MFG und guten Rutsch Dirk Jahnke
PS.: Irgendwie taucht auf dieser Seite der Begriff Rampe überhaupt nicht auf
Artikel Rampe : http://www.atmungbeatmung.de/invasiv/184-die-rampe-im-beatmungsregime
was können sie mir dazu sagen ,so verkehrt ist doch der gedanke nicht oder?
dein Bewohner hat eine Hypokapnie im Sinne einer respiratorische Alkalose.
LG
Ein Bewohner hat folgende BGA unter Beatmung:
pH: 7,52
pCO2: 28
pO2: 58
HCO3: 22,9
BE 0,6
SO2 90%
der Bewohner ist PSV beatmet mit einem IPAP 16, Rampe 2, AF 12, PEEP 5, Mindestvolumen 500
Bewohner ist nur nachts beatmet und am Tag in der Spontanatemphase. Während der Spontanatemphase ist die BGA super.
Welche Einstellung können wir vornehmen, um unter Beatmung die Werte zu optimieren. Oder ist es sinnvol, den Bewohner vom Respirator zu entwöhnen?
Ich bitte um schnellstmögliche Antwort unter meiner E-Mail Adresse: xxxxxx@xxxx.de
für die Mühe bedanke ich mich und freue mich über Ihre Meinung und Hilfe
lG, Katrin Mante