| Heimbeatmung ? was gibt es da so ? |
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| Artikel - Atemhilfen |
| Geschrieben von: Dirk Jahnke |
| Sonntag, den 08. Oktober 2006 um 18:49 Uhr |
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In diesem Artikel möchte ich mal das Thema Heimbeatmung aufgreifen. Da ich selbst nur im klinischen Bereich tätig bin, wird dies nur eine Aufzählung der Atemtherapie Arten sein!
Diese Patientengruppe benötigt meist aufgrund eines Traumas oder einer Intubation mit anschließender Unmöglichkeit der Spontanatmung 24h eine Beatmung. Meist werden diese Patienten tracheotomiert sein. Diese Patienten benötigen auch im heimischen Umfeld eine aufwändige pflegerische Betreuung, da sie als komplett respiratorabhängig anzusehen sind. Diese Patientengruppe ist besonders von der VAP (Ventilator assoziierten Pneumonie) gefährdet, die in vielen Fällen auch zum Tode führt.
Hierzu gehören Patienten mit COPD, Fibrose aber auch Patienten mit ALS (Amyothropher Lateralsklerose) oder Muskeldystrophie. Bei den neurologischen Erkrankungen nimmt die Atemkraft ab, bei den pulmonalen Erkrankungen wird aufgrund morphologischer Veränderungen der Lunge mehr Atemkraft benötigt. Diese Energie kann der Körper auf Dauer nicht aufbringen (Zeichen hier: die chronische Hyperkapnie) Hier kann eine intermittierende Selbstbeatmung die Atempumpe entlasten. Neben einer Verbesserung des subjektiven Befindens führt dies auch zur Verringerung von Komplikationen wie der Pneumonie. Für diese Selbstbeatmung ist kein Tracheostoma nötig. Die Schnittstelle Respirator / Patient wird z.B. mit Hilfe einer Nasenmaske oder auch Fullfacemaske hergestellt. Die Beatmung wird z.B. nur über Nacht durchgeführt, um am Tag besser belastbar und weniger eingeschränkt zu sein. Die Beatmung kann in vielen Fällen selbständig vom Patienten durchgeführt werden. Der Pflegeaufwand wird hier nicht von der Beatmung sondern eher von der Erkrankung bestimmt. Kann der Patient es motorisch leisten, benötigt er für die Beatmung keine Hilfe. Primär ist hier eine Maskenbeatmung anzustreben, wobei häufig die Sekretmobilisation den limitierenden Faktor darstellt. In vielen Fällen wird mit der Zeit auch der Anteil der Beatmung erhöht werden.(Fortschreiten der Erkrankung) Vorrangig geht es also um Lebensqualität und nicht um Lebensverlängerung.
Die Atemwege werden nachts mit Hilfe z.B.einer Nasenmaske durch einen positiven Atemwegsdruck offen gehalten. Nächtliche Atempausen mit Hypoxie und kurzem aufwachen werden verhindert. Tagesmüdigkeit und cardio/vaskuläre Probleme sollten gemildert /behoben werden. Der Nutzen der CPAP Therapie bei Schlafapnoe ist unumstritten, jedoch hängt es sehr stark von der Patientencompliance ab ob diese Maßnahme greift. Ein Hinweis auf die Compliance des Patienten geben die Betriebsstunden des CPAP Gerätes. Der Patient ist meist in der Lage, diese Atemhilfe selbständig einzusetzen. Wer im klinischen Bereich mal NasenCPAP bei obstruktiven Atempausen einsetzt, kann den Effekt des CPAP durch Veränderung des Niveaus eindrucksvoll erleben. |

CPAP
Demnach erfordert die zentrale Apnoe eine Beatmung, die obstruktive Atmung ein CPAP oder Cheyne Stokes eine adaptierte Ventilation.
Zudem sind die Masken ausschlaggebend und nahezu so wichtig wie die passenden Geräte.
Ein Gigantisches Gebiet - superinteressant!!
Grüße
Vitzithum